Mittwoch, 14. März 2012

Einfach erschreckend realistisch

Ich war heute im Kino und habe mir "Die Kriegerin" angesehen.
Für alle denen der Film nichts sagt, er ist sehenswert und wirklich erschreckend real.

Es geht um die junge Marisa, die in der rechtsradikalen Szene aufwächst und dies gemeinsam mit ihrer Clique auf grausame Art und Weise auslebt. In der Gruppe werden Passanten angepöbelt und verprügelt. Keine Rücksicht auf Verluste oder Konsequenzen. Auch allein fährt die im Supermarkt arbeitende Marisa zwei Flüchtlinge um. Beide wollte sie im dei deren Einkauf nicht mal bedienen.

Doch ihr kommen Zweifel. Hat sie einen der beiden tatsächlich umgebracht?
Was will Rasul von Ihr, der Jüngere der Beiden.
Er will ihre Hilfe und lässt sich nicht unter kriegen. Er will weiter nach Schweden, da dort ein Teil seiner Familie lebt. Allein wird er es jedoch nicht schaffen.

Gezeigt wird außerdem die radikale Szene, deren Widersprüche und Absurdität. Es geht um Aus- und Einsteiger und Brutalität. Sex wird mit Liebe gleichgesetzt, es wird sich für den Krieg (welcher auch immer das sein soll) gerüstet, ein unergründlicher Hass schwebt über allem.

Das alles wird durch eine krasse Geschichte erzählt, die auf Recherchen in der Szene beruhen. Im Anschluss durften wir mit dem Komponisten des Films sprechen, der sich mit den radikalen Texten auseinander setzen musste und noch wissenwertes beisteuern konnte (übrigens ein ganz netter und bodenständiger Mensch :)!
Auch wenn der Film wirklich harter Stoff ist, ist er sehenswert. Er ruft uns wieder ins Gedächtnis, wie heftig und leider auch aktuell das Thema ist. Man wird daran erinnert aufmerksamer, für das was um einen herum passiert, zu sein. Da mich und auch meine Gruppe der Film wie schon lange kein anderer bewegt hat, konnte ich es mir nicht verkneifen darüber zu bloggen.

Und den ganzen Film über hat man das Gefühl, dass es sich so irgendwo in Deutschland tatsächlich abspielt. Einfach erschreckend realistisch.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen