Samstag, 18. Juni 2016

Erfahrungsbericht

Hallo zusammen,

heute soll es einen kleinen Erfahrungsbericht über unseren Maledivenurlaub gehen.

Recherche!
Zunächst hat mein Freund einige Monate recherchiert, wo es denn hingehen soll.
Er hat unglaublich viele Kataloge angeschleppt, war in diversen Reisebüros und hat nach dem tollsten Plätzchen Ausschau gehalten.

Ich bin ja eher so, dass ich ins Reisebüro gehe, mir die Angebote anhören und dann gucke was zu meinem Budget passt :)

Mein Freund ist da anders <3. Ich hab ihn machen lassen. Ich wollte außerdem nicht diejenige sein, die für einen blöden Urlaub verantwortlich gemacht wird... :D

Auf jeden Fall durfte ich auch gucken und stöbern, aber für mich sah einfach alles schön aus. Ich wäre mit der kleinsten und günstigsten Insel ausgekommen und hätte mir nicht soviele Gedanken gemacht. Ich bin da wohl genügsam :)

Mein Freund hatte da aber konkretere Ideen, hat sich über alles informiert, darauf geachtet, dass die Insel nicht gleich am Flughafen liegt (wegen dem Fluglärm), dass man nicht zu lang mit dem Boot fahren muss, dass es nicht nur im Katalog schön aussieht, dass die dortigen Bauarbeiten (hätte ja nicht mal gewusst, dass dort gebaut wurde) bis zu unserer Ankunft abgeschlossen sind und sooooo weiter...

<3

Und nach einigem hin und her, haben wir uns dann für eine Insel entscheiden können und sind ca.
ein halbes Jahr vor Wunschtermin ins Reisebüro gestiefelt.
Leider schon viel zu spät.
Merke: Wenn man nicht zuviel Geld für die Malediven ausgeben will, muss man wirklich seeeeeehr früh buchen.
Wir wollten eine Gardenvilla (günstigste Kategorie und eigentlich völlig ausreichend), aber die waren leider schon weg.
Auch  zum Wunschtermin war nichts mehr zu haben.
Schließlich haben wir dann in der nächst höheren Kategorie (Beachvilla) zu einem etwas späteren Zeitpunkt, nach einer Anfrage eine Zusage für Kuramathi erhalten. 
Ja, das läuft mit Anfrage, denn alles ist ziemlich schnell ausgebucht.
Krass nicht? Wenn man das zum ersten Mal macht, weiß man das eben nicht :D

Zum Buchungszeitpunkt mussten wir für die Beachvilla nur einen kleinen Aufpreis zahlen, der noch im Rahmen war.
Jetzt, nachdem wir wieder da sind, sind die Preise für die Nebensaison in die Höhe gestiegen.
Man muss nun tief in die Tasche greifen und fast das Doppelte zahlen (zumindest auf Kuramathi).
Die Insel ist wirklich ein Traum, aber bei aller Liebe, dass können sich normalos wie wir garantiert nicht leisten.
Wir hatten also wirklich Glück <3

Das Hotel hat zwischendurch einen Award für "eines der beliebstesten Hotels weltweit" erhalten. Da hatten wir aber zum Glück schon gebucht. Vielleicht auch ein Anhaltspunkt für die doch seher gestiegenen Preise.

Recherche
Dennoch lohnt sich eine gute Recherche und das Frühbuchen,
besonders wegen der Auslastung.
 Auch variieren die Preise von Reiseveranstalter zu Reiseveranstalter.
Nach einigen Besuchen in verschiedenen Reisebüros, sind wir bei TUI hängen geblieben.
Dort haben wir das beste Angebot erhalten und hatten wirklich eine seeeehr kompetente Beratung, die sich toll um uns kümmerte und sich auch nach dem Urlaub noch mal erkundigte, ob alles unseren Vorstellungen entsprochen hat.

Zahlungsmittel
Zahlungsmittel sind Dollar. Man sollte daher den Wechselkurs ein wenig im Auge behalten und dann auch ein paar Tage im Voraus bei der Bank entsprechende Beträge bestellen. 

Auf unserer Insel konnte man Bargeldlos zahlen. Das heißt, dass alles was bezahlt werden musste, als Rechnung unterschrieben und auf die Zimmerrechnung gesetzt wurde, die man spätestens am Abend vor der Abreise begleichen musste.
Wir haben zwischendurch schon einmal die Hälfte beglichen und den Rest zum Schluss, einfach um den Überblick zu behalten.

Gebucht hatten wir Vollpansion. Getränke kommen noch extra obendrauf. Man muss wissen, dass die Preise, was Getränke angeht, schon nicht ganz günstig sind, da die Malediven eben Inseln sind und einfach alles importiert wird. Zusätzlich kommen Steuern auf die Getränke und eine Inselsteuer (einen Art Trinkgeldsteuer) von 10%, die auf die gesamten Angestellten aufgeteilt wird. So dass eben nicht nur die Kellner im Restaurant, sondern auch alle Köche, Gärtner, etc. etwas davon haben.
Das finde ich wirklich super. 10 % ist in den meisten Fällen nicht wahnsinnig viel.
Daher haben wir, für den wirklich tollen Service, auch den Rechnungen immer noch ein kleines Trinkgeld beigefügt.

All Inclusive hat sich für uns nicht gelohnt, da wir sonst um die1000€ hätten mehr zahelen müssen. Und für 1000€ trinken wir nicht. Alkoholische Getränke sind im All Inclusive nicht enthalten. Man muss wissen, dass die Malediven ein muslimisches Land sind und dort eigentlich kein Alkohol getrunken wird. Auch das Einführen von Alkohol ist verboten.
Da wir eh sehr selten Alkohol trinken, war das für uns sowieso nicht von Interesse.
Aber man muss wissen, dass man auf den Malediven tief in die Tasche greifen muss, wenn man gern mal etwas alkoholisches zu sich nimmt.
Für zwei Bier und eine Cola haben wir um die 30$ gezahlt. Nur mal so als kleinen Vorgeschmack. :)
Das heißt aber auch, dass man dort wirklich nicht auf betrunkene Menschen trifft. Haben wir jedenfalls nicht erlebt. Es war einfach sehr entspannt überall.

Getränke
Auf Kuramathi wird Inseleigenes  Wasser angeboten. Das wird dort in Flaschen abgefüllt (still oder mit Sprudel) und schmeckt unglaublich gut. Ich bin ja absolut kein Fan von Wasser ohne Geschmack, da ich finde den Geschmack meist irgendwie metallisch empfinde.
Das Kuramathiwasser hat allerdings so unglaublich gut geschmeckt, dass ich fast nur Wasser getrunken habe und das will schon etwas heißen.

Eine Flasche Wasser (1L) kostete um die 2,75$ (mit Steuern). Da kann man absolut nichts sagen. Auch aufs Zimmer bekamen wir regelmäßig frisches Kuramathiwasser <3
Natürlich gab es auch eine Minibar, falls das Wasser zwischendurch nicht reichte und man nicht undbedingt eine der Bars aufsuchen wollte.
All inclusive konnte sich dort nach Herzenslust bedienen, wir mussten das Wasser natürlich zahlen. Aber das war kein Ding. Wir wussten das ja vorher und haben uns bewusst für diesen Weg entschieden, der im NAchhinein wirklich der günstigste und idealste für uns war.
Wir hatten Instanttee dabei, sowie Brausetabletten, so dass wir uns das Wasser zwischendurch aufpeppen konnten. Auch ein Wasserkocher für Kaffee und Tee war auf den Zimmern zu finden.

Essen
Das Essen war super. Es gab dreimal am Tag ein riesen Buffet, mit speisen aus aller Welt.
Falls  man die Wahl zwischen Voll- und Halbpension hat, würde ich mich definitive für die Vollpension entscheiden, weil man nach dem Schwimmen, Schnorcheln und an der frischen Luft sein, einfach auch am Mittag großen Hunger hat.
Wenn man also mittags auf eines der à la carte Restaurants oder Bars zurückgreifen muss, muss man wieder tief in die Tasche greifen (import und so).
Wir waren einmal à la carte essen und haben für eine Vorspeise, zwei Pizzen, zwei Tonicwater, eine Cola und ein Bitterlemon um die 70$ bezahlt. Und das war noch günstig...
Nur, dass ihr versteht was ich meine.
Wenn man also jeden Tag um die Mittagszeit Hunger hat und mit so einem Preis rechnen muss, könnte das das Reisebudget doch sehr belasten.
Wenn es euch natürlich nicht drauf ankommt und ihr nicht so aufs Geld achten müsst, ist alles ok. Dann könnt ihr euch aber auch für all Inclusiv entscheiden.
Da gibt es auch noch mal unterschiedliche Angebote.

Transfer
Beim Transfer zur Insel gibt es zwei Optionen. Wasserflugzeug (für ca. 170€ extra), oder das Speedboat (in Buchung inbegriffen).
Mit dem Wasserflugzeug ist man schneller.
Mein Freund und ich mögen aber Boot fahren und haben uns daher dafür entschieden.
Falls ihr leicht seekrank werdet, sollte ihr lieber Geld für ein Flugzeug ausgeben.
Mit dem Boot sind wir 1 1/2 Stunden unterwegs gewesen. Obwohl die See nicht mal wirklich rau war,waren die Wellen wirklich schon gut dabei.
Es war ganz schön schaukelig. Das Bootsteam hat sich ständig vergewissert, dass es uns auch gut geht, oder geschaut, ob wir eine Tüte brauchen. :)
Wir brauchten keine, aber einer der Einheimischen konnte irgendwann nicht mehr an sich halten.
Der Arme :(
Total übel, wenn dein Arbeitsweg übers Meer führt und du Probleme mit Seekrankheit hast.

Insel
 Auf der Insel erwartet einen wirklich ein Postkartentraum.
Gerade auf unserer Insel "Kuramathi" fügt sich wirklich alles zusammen.
Die Bungalows passen einfach wirklich schön ins Bild. Alles passt sich super in die Natur ein, auch die neueren Gebäude. Jedenfalls war das unser Eindruck.
Es wird viel Wert auf ein gutes Ökosystem gelegt.
Es gibt ein ECO-Center, in der eine Biologin arbeitet und Vorträge zu verschiedenen Themen hält (deutsch und Englisch), oder auch die Schnorchelsafari begleitet. Was super ist, denn sie hat einen Blick für die Tiere und weiß ungefähr, wo sie zu finden sind.

Schnorcheln/ Tauchen
Schnorcheln ist auch so ein Thema.
Das war unser Ziel und wirklich viele der Besucher sind zum Schnorcheln gekommen.
Wenn man sich vorher keine Schnorchelutensilien kaufen möchte,
kann dort ein Set leihen (ich glaube das kostete 12$ pro Tag).

Wir haben selbst eine Ausrüstung mitgenommen. Leider funktionierten unsere Schnorchel nicht, obwohl mein Freund seinen vorher sogar ausprobiert hatte.
Zum Glück gibt es dort einen kleinen Laden für Schnorchelzubehör, mit wirklich guten Sachen. Für 60$ haben wir uns zwei Schnorchel von wirklich sehr guter Qualität gekauft.
Daswar auch wirklich nötig, weil wir fast jeden Tag mehrfach schnorcheln waren.

Das Riff wurde durch Fahnen markiert, bei denen die Schwimmkanäle zu finden waren. Die Kanäle sind dafür gedacht, dass die Tier und Pflanzenwelt erhalten bleibt und man weiß wo man gefahrlos an die richtigen Stellen schwimmen kann. Für Taucher gibt es extra "Einstiegsmöglichkeiten".
Am Riff sind immer mal wieder Schwimmringe zum Ausruhen und Brille richten angebracht.
Ebbe und Flut sind nicht wie bei uns in Deutschland, aber der Wasserstand kann bei Ebbe schon sehr sinken. So sehr, dass es gefährlich wird durch den ein oder anderen Kanal zu schwimmen. Vom ECO-Center haben wir die Zeiten für Flut bekommen, so dass wir in Ruhe schnorcheln konnten, oder Ein- und Ausstieg über den Steg (ohne Gefahren) vorgenommen haben.

Es gibt eine reichhaltige Tierwelt.
Die Korallen sind aufgrund der Hitze und der krassen Sonne stark ausgeblichen. Bei der Schnorchelsafari kann man aber etwas mehr sehen, da die Riffe etwas tiefer liegen und recht unberührt sind.

Wir konnten bei der Safari  eine Schildkröte, Rochen, Hai und viele, viele tolle und bunte Fische sehen. Ziemlich cool.







Wir haben unsere Zeit mit Entspannen, Schnorcheln, Essen und Schlafen verbracht ;D
Denn nach dem Abendessen waren wir so müde, dass wir es tatsächlich nur einmal schafften eine Bar aufzusuchen. Neben Karaoke und Freiluftkino, gab es noch unzählige andere Abendangebote in den wirklich sehr schön gestalteten Bars.
Aber nicht für uns :D


Tipps:

Tipp 1: Eine Wasservilla nehmen!

Ich dachte, dass es dort in der Sonne einfach zu heiß wird, da man keinen Schutz von Pflanzen hat und sie ja direkt in der Sonne brutzeln. Es ist auch heiß, aber man hat eine Klimanalage (ohne geht es nicht). Dort gibt es aber kaum Mücken. 
Wir waren etwas versteckt im "Wald" und dort war es mir kaum möglich auf unserer Terasse zu sitzen, weil um mich herum einfach so viele Mücken unterwegs waren.
Zwei Tage, 12 Mückenstiche....läuft.
Am Wasser hatte man seine Ruhe.

Tipp 2: Mückenschutz

Bitte nehmt nicht den von dm (Eigenmarke). Hier in Deutschland mag der gehen, dort haben mich die Mücke ausgelacht :(
Die Mückenstiche haben sooooo gejuckt...
Auch mit langer, heller Kleidung konnte ich sie nicht abhalten. Das hat sie gefühlt nur noch mehr angespornt.
Nachdem ich etwas braun war, haben sie mich ein wenig in Ruhe gelassen.
Nehmt  da also eine richtige Keule mit, wenn ihr anfällig für Mückenstiche seid...
Gerade abends kann das helfen.

Tipp 3: Badebekleidung

Endlich mal ein Grund ein paar Badehosen und Bikinis mehr zu kaufen. Man braucht sie!

Tipp 4: Nicht direkt in der Monsunzeit fliegen

Besonders für Schnorchler ist das ein Tipp. Spätestens am Nachmittag war das Wasser so aufgewühlt, dass man das Schnorcheln vergessen konnte. Man konnte kaum noch was sehen.
Wer also wirklich zum Schnorcheln hinfährt, braucht klare Sicht, also wenig Wind und aufgewühlte See. Da kann man sich vorher erkundigen.
Ich fand das Wetter ja super, ohne den Wind wäre ich eingegangen. Mal so ein heftiges Gewitter mitzuerleben, hatte auch was :D (in der Nacht hat kaum einer geschlafen).

Tipp 5: Sonnenschutz

Nicht einfach in die Sonne legen. Ich hatte bei schon etwas gebräunter Haut einen fiesen Sonnenbrand bei Lichtschutzfaktor 50. Also nichts unter 50 nehmen (wenn man so kalkig ist wie wir) und schon garnicht einfach so in die Sonne hauen. Da reichen zehn Minuten zum Verbrennen. Ich weiß wovon ich spreche :)
 Zum Schnorcheln eine kurze Hose und ein T-Shirt nutzen, solang man noch ungebräunt ist oder lang im Wasser bleibt. Da geht Verbrennen nämlich auch sehr schnell.
 Mein Po hätte es mir gedankt ;D
Vor allem ist das Wasser Badewannen warm. Man friert nie und könnte daher den ganzen Tag im Wasser verbringen, was Sonnentechnisch nicht so gut für die Haut ist.
Die meisten Leute hatten neopren Shirts, die vor der Sonne schützen. So eins würde ich mir fürs nächste Mal auf jeden Fall zulegen. Mein normales Shirt rutschte immer sonstwohin, half aber auch.

Fortbewegeung auf der Insel:
Zur Sandbank nahmen wir den "Bus"


Sicher hätte man auch dahin spazieren können, aber da die Insel ziemlich groß ist und die HItze einen einfach fertig macht, haben wir uns mal an die Bushaltestelle gestellt. Alle paar Minuten fährt so ein größerer Golfcaddy vor. So kommt man flott und bequem über die Insel.

So, jetzt mag ich nicht mehr schreiben. Sicher habe ich noch Info´s vergessen, aber mehr fällt mir momentan auch garnicht ein. Wer fragen hat, darf sie gern stellen.

So eine Reise lohnt sich einfach <3
Ich hoffe der Post war hilfreich. Wenn du bis hier gelesen hast, Hut ab <3

Liebe Grüße

Nini

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